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Power to X: IWO unterstützt Markteinführungsprogramm (15.04.2019)

Initiative für erneuerbare Kraft- und Brennstoffe

Erneuerbare Kraft- und Brennstoffe, die fossiles Gas und Öl ersetzen, werden künftig eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen. Als besonders vielversprechend gelten Power to X-Technologien: Sie ermöglichen es, mit erneuerbarem Strom flüssige oder gasförmige Energieträger herzustellen. Ein in Berlin von der Power to X-Allianz vorgestellter Vorschlag für ein Markteinführungsprogramm zeigt auf, wie der Einsatz der neuen Kraft- und Brennstoffe gezielt auf den Weg gebracht werden kann.

Gerade erneuerbare flüssige Energieträger haben viele Vorteile: Sie verfügen über eine mehr als 20-mal höhere Energiedichte als Lithium-Ionen-Batterien, lassen sich dementsprechend gut speichern und transportieren und könnten bestehende Infrastrukturen nutzen. „Bereits heute sind biomassebasierte Produkte auf dem Markt erhältlich, die Treibhausgasminderungen aufweisen. Längerfristig bietet Power to X das Potenzial, die Vorteile flüssiger, erneuerbarer Energieträger im großen Maßstab weiter nutzbar zu machen“, erklärt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO), das gemeinsam mit Verbänden und Unternehmen aus der Automobilindustrie, Luftfahrt, Anlagenbau sowie der Energiewirtschaft die Power to X-Allianz bildet.

Fünf Gigawatt in fünf Jahren

Wie die Allianz betont, müsse die Erzeugung von Energieträgern mittels Power to X anderen Technologien zur CO2-Vermeidung gleichgestellt werden. Konkret sieht das Markteinführungsprogramm eine fünfjährige Laufzeit von 2021 bis 2025 vor. In diesem Zeitraum soll jährlich eine installierte elektrische Gesamtkapazität von jeweils einem Gigawatt gefördert werden, hälftig für flüssige und gasförmige Produkte. Ausschreibungsverfahren sollen den Wettbewerb erhöhen und damit die Kosten senken. Die Betreiber müssen nachweisen, dass der genutzte Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Zur Unterstützung vorgesehen sind verschiedene Anlagentypen: mit Direktanbindung an erneuerbare Stromerzeugungsanlagen, mit Anbindung an das öffentliche Stromnetz sowie auf Betriebsgeländen wie zum Beispiel von Raffinerien, Industrieunternehmen, Kraftwerken oder Tankstellen. Gefördert werden soll dabei die erzielte CO2-Einsparung durch die hergestellten Produkte.

Sinnvolle Verknüpfung von Klimaschutz und Industriepolitik„Das Markteinführungsprogramm der Power to X-Allianz ermöglicht einen kosteneffizienten und zügigen Markthochlauf und bietet damit die Chance, Deutschland als einen weltweit führenden Anbieter für diese Technologien zu positionieren. Es verknüpft somit sinnvoll Klimaschutz und Industriepolitik“, betont Simon Jastrzab, der beim IWO für die Allianz verantwortlich ist. Neben dem Markteinführungsprogramm bedürfe es jedoch auch der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen in den Zielsektoren, um langfristig den Boden für einen technologieoffenen Wettbewerb zu bereiten, in dem Power to X dann seine Vorteile unter Beweis stellen kann. Das IWO begleitet seit Jahren die Entwicklung neuer klimaschonender, flüssiger Energieträger. Weitere Informationen zum Thema unter www.oel-weiter-denken.de.

Quelle: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)

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