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Die internationalen Rohölmärkte haben sich in den ersten Handelstagen der Woche deutlich entspannt. Nachdem die Ölpreise Ende Juli noch von den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten gestützt wurden, setzte ab Montag eine spürbare Korrektur ein. Vor allem die Hoffnung auf Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran ließ den zuvor eingepreisten geopolitischen Risikoaufschlag schrumpfen. Am Dienstag verzeichneten die internationalen Rohölnotierungen den stärksten Tagesrückgang seit mehreren Wochen, und auch zur Wochenmitte setzte sich die Abwärtsbewegung zunächst fort.
Marktteilnehmer bewerten die Signale aus den diplomatischen Gesprächen vorsichtig positiv. Katar berichtete von Fortschritten bei den Vermittlungsbemühungen, auch wenn aus Teheran weiterhin widersprüchliche Aussagen über den Stand möglicher Verhandlungen kommen. Solange keine endgültige Einigung erzielt wird, bleibt das Risiko neuer Preissprünge bestehen.
Ein weiterer preisdämpfender Faktor sind die aktuellen Lagerdaten aus den USA. Nach Angaben des American Petroleum Institute (API) sind die Rohölbestände in der vergangenen Woche um rund 2,7 Millionen Barrel gestiegen. Höhere Lagerbestände gelten als Zeichen einer gut versorgten Marktlage und setzen die Rohölpreise zusätzlich unter Druck. Die Marktteilnehmer warten nun auf die offiziellen Zahlen der US-Energiebehörde, die den weiteren Kursverlauf beeinflussen könnten.
Auch auf dem deutschen Heizölmarkt macht sich die Entwicklung bemerkbar. Die rückläufigen Gasölnotierungen sorgen dafür, dass viele Mineralölhändler ihre Verkaufspreise nach unten angepasst haben. Nach Angaben verschiedener Marktbeobachter sind die durchschnittlichen Heizölpreise gegenüber der Vorwoche spürbar gesunken. Dennoch liegen sie weiterhin deutlich über dem Niveau des Frühsommers, da ein Teil der geopolitischen Risikoprämie bestehen bleibt.
Für Heizölkunden eröffnet die aktuelle Entwicklung wieder etwas günstigere Kaufmöglichkeiten als noch in der vergangenen Woche. Allerdings bleibt der Markt ausgesprochen volatil. Sollte es bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran zu Rückschlägen kommen oder sich die Lage rund um die Straße von Hormus erneut verschärfen, könnten die Ölpreise rasch wieder anziehen. Umgekehrt würde eine dauerhafte diplomatische Lösung den Risikoaufschlag an den Börsen weiter abbauen und auch den Heizölpreisen zusätzlichen Spielraum nach unten eröffnen. Die kommenden Tage dürften daher maßgeblich von den politischen Nachrichten aus dem Nahen Osten und den weiteren Entwicklungen am internationalen Ölmarkt bestimmt werden.
| Bereich | Schlusskurs 03.08.2026 |
Schlusskurs 04.08.2026 |
Startkurs heute 05.08.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 05.08.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
140,51 | 136,73 | 135,13 | -1,2 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
83,58 | 80,30 | 78,90 | -1,7 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1512 | 1,1517 | 1,1535 | 0,2 % | ![]() |

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