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Nach einer zwischenzeitlichen Beruhigung am Ölmarkt haben die Preise zur Wochenmitte wieder stärker auf geopolitische Nachrichten reagiert. Die Entwicklung seit Mittwoch zeigt: Der Markt bleibt extrem nachrichtengetrieben. Vor allem die Situation rund um den Iran und die Straße von Hormus steht weiterhin im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Nachdem die Ölpreise zuletzt trotz der angespannten Lage überraschend stabil geblieben waren, sorgten neue Meldungen aus der Golfregion wieder für Bewegung. Die Straße von Hormus bleibt ein entscheidender Risikofaktor für den internationalen Ölhandel. Eine längere Einschränkung des Schiffsverkehrs könnte die Versorgungslage deutlich verschärfen, da über diese Route große Mengen Rohöl und Flüssiggas transportiert werden.
Preisdämpfend wirken derzeit vor allem die Hoffnung auf zusätzliche Liefermengen, die Möglichkeit einer höheren Förderung durch wichtige Produzenten sowie die vorhandenen Lagerbestände. Zudem zeigt sich die Nachfrage angesichts hoher Energiepreise teilweise zurückhaltender. Solange die Ölversorgung trotz der Spannungen nicht vollständig unterbrochen ist, begrenzen diese Faktoren den Preisanstieg.
Am deutschen Heizölmarkt zeigt sich ein ähnliches Bild. Nach den starken Bewegungen der vergangenen Wochen bleiben die Heizölpreise insgesamt erhöht, geben aber nicht jede Bewegung des Rohölmarktes unmittelbar weiter. Entscheidend für Heizöl sind neben dem Brent-Preis vor allem die Notierungen für Gasöl, dem wichtigsten Vorprodukt für Heizöl und Diesel. Es herrscht weiterhin ein volatiles Preisumfeld mit täglichen Schwankungen.

| Bereich | Schlusskurs 10.06.2026 |
Schlusskurs 11.06.2026 |
Startkurs heute 12.06.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 12.06.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
129,63 | 130,21 | 128,03 | -1,7 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
93,86 | 92,92 | 88,62 | -4,6 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1559 | 1,1521 | 1,1572 | 0,4 % | ![]() |

Heizöl-Preistrend
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