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Es gibt jedoch keine offizielle Bestätigung für eine Absenkung oder Verschiebung des Startpreises im ETS² durch veröffentlichte Gesetzestexte oder offizielle Dokumente, aber die EU hat laut EU-Klimakommissar Woebke Hoekstra zugesagt, auf die „Bedenken“ zu reagieren.
Es existieren dazu bereits Hinweise und Diskussionen. So hat der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese, laut einem Bericht von energate in einem Pressegespräch mitgeteilt, dass er erwartet, dass der CO2-Preis zur Einführung des freien Handels gedämpft wird. Peter Liese ist Mitglied des Europäischen Parlaments und Rapporteur im ETS-Verfahren. Seine Aussagen haben Gewicht, insbesondere weil er direkt in die Gesetzgebungsprozesse eingebunden ist.
Zuletzt hatte sich Widerstand gegen den ETS² gebildet. „18 EU-Länder, darunter Deutschland, Österreich und Frankreich, hatten in einem an die EU-Kommission gerichteten Schreiben grundlegende Änderungen am Design gefordert. Sie wollen unter anderem eine absolute Preisobergrenze und eine Verschiebung des Starts von 2027 auf 2028 oder sogar 2030. Die Länder argumentieren, dass das derzeitige Design erhebliche soziale und wirtschaftliche Risiken berge, die durch den bereits eingerichteten Klima-Sozialfonds allein nicht aufgefangen werden könnten.“
Der Handel von COâ‚‚-Zertifikaten im ETS² soll ab 2027 stattfinden. Damit wären dann auch fossile Kraftstoffe und fossile Heizenergie vom COâ‚‚-Handel betroffen – bisher gilt der im nationalen Handel festgelegte Preis von 55 € pro Tonne COâ‚‚ in 2025 und 65 € pro Tonne COâ‚‚ in 2026. Prognosen gehen aktuell beim Handel ab 2027 von einem COâ‚‚-Preis von 70 bis 80 € pro Tonne aus. Dies könnte politische und soziale Spannungen forcieren, weshalb die Diskussion über eine Abmilderung der Einstiegspreise im Handel aufgeflammt ist. Durch eine Erhöhung der Zertifikatsmenge kann die EU die Preise beeinflussen. Dazu werden von der EU-Kommission COâ‚‚-Zertifikate aus der Marktstabilisierungsreserve (MSR) entnommen und dem Handel zur Verfügung stellt. Die Hauptaufgabe der MSR ist es, ein Überangebot oder eine Übernachfrage im Emissionshandel zu vermeiden.
Aktuell wird in der Deutschland bereits an dem Übergang vom nationalen Emissionshandel zum ETS gearbeitet. Die Bundesregierung hat die Energiebörse EEX mit der Durchführung von Versteigerungen im nationalen Emissionshandel (nEHS) ab 2026 beauftragt. Dies markiert den Übergang zum neuen europäischen Emissionshandel für Brennstoffe (EU-ETS 2). Die Versteigerungen im nEHS werden mit einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro durchgeführt. Die Erlöse fließen in Klimaschutzprogramme – diese betrugen im letzten Jahr 13 Milliarden Euro.
Das Auktionsverfahren im nEHS entspricht im Grundsatz dem System, das ab 2027 in den Versteigerungen im neuen europäischen Emissionshandel für Brennstoffe, dem sogenannten EU-ETS 2, umgesetzt wird. Dadurch ermöglichen wir den teilnehmenden Unternehmen künftig einen reibungslosen Übergang in den EU-ETS 2.
Quelle: https://www.energate-messenger.de/news/257196/eu-stellt-ets-2-auf-den-pruefstand; https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/erstmals-versteigerungen-im-nationalen
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