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Die US-Rohölproduktion erreichte im April mit 13,5 Millionen Barrel pro Tag ein Rekordhoch, doch laut Commerzbank deutet vieles darauf hin, dass dies nur ein kurzfristiges Hoch war. Die sinkende Zahl aktiver Ölbohrinseln – aktuell auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 2021 – signalisiert eine bevorstehende Abkühlung der Produktion, da der Ölpreis seit April oft unter der wirtschaftlich kritischen Marke von 65 US-Dollar pro Barrel lag, die viele US-Schieferölunternehmen für neue Bohrungen benötigen.
Hinzu kommt, dass die Auffüllung der strategischen Ölreserven der USA langsamer verläuft als geplant – unter anderem wegen Wartungsarbeiten –, wodurch der Industrie eine wichtige Nachfragequelle fehlt. Das dämpft zusätzlich die Investitionsbereitschaft im Schieferölsektor.
Gleichzeitig blieb die geopolitische Lage relativ stabil: Zwar setzte der Iran die Kooperation mit der UN-Atomenergiebehörde aus und schränkte künftige Inspektionen ein, doch es kam bislang nicht zu realen Lieferunterbrechungen, sodass die Märkte nur leicht mit Risikoprämien reagierten.
Saudi-Arabien steigerte seine Ölexporte im Juni merklich. Die weitere Entwicklung hängt unter anderem von der Sommertemperatur-bedingten Nachfrage und der Entwicklung des US-Dollars ab. Der Dollar befindet sich aktuell auf einem 3½-Jahrestief, was tendenziell die Ölpreise stützt, da Öl für Käufer in anderen Währungen günstiger wird.

| Bereich | Schlusskurs 30.06.2025 |
Schlusskurs 01.07.2025 |
Startkurs heute 02.07.2025 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 02.07.2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
95,44 | 95,25 | 95,64 | 0,4 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
67,55 | 66,76 | 67,26 | 0,7 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1735 | 1,1772 | 1,1788 | 0,1 % | ![]() |

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