Energielexikon
Bleifreies Benzin
(engl.: unleaded petrol, am.: unleaded gasoline)
Die Einführung der katalytischen Abgasreinigung zur Verminderung der Schadstoffemission von Kraftfahrzeugen macht bleifreies Benzin erforderlich, da das Blei die Wirksamkeit der Katalysatoren beeinträchtigt. Die Mineralölindustrie hat 1985 in Abstimmung mit der Bundesregierung und der Automobilindustrie freiwillig bleifreies Benzin eingeführt. Seit dem 1. Januar 2000 ist verbleites Benzin europaweit (mit zeitlich begrenzten Ausnahmen für Mittelmeerländer) verboten. Für ältere Motoren, die aufgrund von Materialeigenschaften auf Blei im Benzin angewiesen sind, wurde ein Zusatz entwickelt, der dem Benzin nachträglich zugegeben werden kann und der die benötigte Schutzfunktion ausübt (sog. Bleiersatz).
Die offizielle Bezeichnung für das ohne Bleizusätze hergestellte Benzin ist „unverbleit“. Damit wird vor allem der modernen Analytik Rechnung getragen, die auch dort geringste Bleiverunreinigungen nachweisen kann, wo es weder durch Zugabe noch durch Vermischung anzutreffen sein sollte.
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