Energielexikon

Mineralölmarkt

Der Mineralölmarkt in der Bundesrepublik Deutschland setzt sich aus einer Reihe von Einzelmärkten zusammen, die im Allgemeinen nach den verschiedenen Mineralölprodukten unterschieden werden. Diese Einzelmärkte weisen keine einheitliche Angebotsund Nachfragestruktur auf und sind durch unterschiedliche Preisbestimmungsfaktoren gekennzeichnet.
Auf dem Tankstellenmarkt für Otto- und Dieselkraftstoff gab es Anfang 2001 rund 16300 Tankstellen, die etwa 400 Unternehmen verbunden sind oder diesen gehören, angefangen von den Tochterfirmen internationaler Ölgesellschaften über die nationalen Ölunternehmen, Supermärkte, Waren- und Versandhäuser bis hin zu kleineren Firmen mit nur wenigen Tankstellen. Die Versorgungsgrundlagen all dieser Firmen sind sehr unterschiedlich.

Auf dem Markt für leichtes Heizöl stehen etwa 5000 Handelsfirmen im Wettbewerb untereinander und gegen Erdgas, Fernwärme und Strom. Die Heizölhandelsfirmen sind teils mit den in Deutschland tätigen Raffineriegesellschaften vertraglich verbunden, versorgen sich teils aber auch über den Groß- und Importhandel selbst. Im Gesamtverband des deutschen Brennstoff- und Mineralölhandels (gdbm) ist der weitaus größte Teil der Unternehmen organisiert. Im Außenhandelsverband für Mineralöl (AFM), im Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler (BFT) und im Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen (UNITI) sind etwa 500 Firmen zusammengeschlossen.

Für Schmierstoffe gibt es in Deutschland rund 40 Hersteller und etwa 700 Lieferfirmen, die auf diesem Markt für hoch spezialisierte Produkte miteinander konkurrieren.

Geringer ist die Zahl der Anbieter und Abnehmer auf dem Markt für schweres Heizöl, auf dem sich die inländischen Raffineriegesellschaften sowie einige Importeure und die Unternehmen der Industrie und der Energiewirtschaft im Wettbewerb gegenüberstehen.

Außerdem konkurrieren die Anbieter von schwerem Heizöl mit Anbietern anderer Energieträger wie Kohle und Erdgas (Primärenergieverbrauch, Energieprogramm, Substitution).

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Heizöl-Preistrend

(Stand 13:00 Uhr 26.01.2026)
26.01.2026
Preise fallend
-2,17%
25.01.2026
Preise steigend
+1,85%
24.01.2026
Preise steigend
+0,01%

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